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01.08.2018 / Sport / Seite 16

Alles geht vorbei

André Dahlmeyer

Der Misserfolg Argentiniens bei der Weltmeisterschaft in Russland hatte im Land zunächst ein infernales Medienecho zur Folge. Es herrschte eine ungeahnte Einigkeit, die gar nicht dem überwiegend streit- und streiksüchtigen Charakter des gemeinen Silberländers entspricht: Der argentinische Fußball solle sich neu erfinden und wieder bei Null anfangen. Das habe ich bereits vor zwei Dekaden gefordert, und seit zehn Jahren musste das niemand mehr, weil es für die ganze Welt unübersehbar geworden war. Hätten die Burschen auf mich gehört, wären sie heuer längst aus dem gröbsten Schlamassel heraus.

Seit die dubiose Clique der Weltmeister von 1986 Ende 2008 Nationaltrainer Alfio Basile wegmobbte und über Nacht Godfather Diego Maradona, einen Mann ohne jegliche Trainermeriten, ins Amt hievte, ging es auch sportlich kontinuierlich bergab. Eigentlich war es ein etwas hilfloser Putschversuch gegen den Präsidenten des Fußballverbands AFA,...

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