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30.07.2018 / Feuilleton / Seite 10

Bis aufs Blut

Klassengesellschaft ohne Maske: Zum 200. Geburtstag der viktorianischen Schriftstellerin Emily Brontë

Jenny Farrell

Heute feiern Literaturliebhaber weltweit den 200. Geburtstag der Schriftstellerin Emily Brontë (1818–1848). Ihr großer Roman »Sturmhöhe« von 1847 ist eine bemerkenswerte Kritik der britischen Klassengesellschaft zur Mitte des 19. Jahrhundert. In den 1840er Jahren befand sich England mitten in der industriellen Revolution. Emily und ihre Schwestern Charlotte und Anne, beide ebenfalls Romanautorinnen, erlebten die Verdrängung des Handwerks und die damit einhergehende Verelendung der Weber. Das Pfarrhaus ihres Vaters lag in der Nähe der Textilzentren von Yorkshire, deren Bevölkerung schwer getroffen wurde. Als Erwachsene erlebten die Brontës Fabrikreformen, Streiks, den Höhepunkt des Chartismus, die Hungersnot in Irland. All dies schlug sich in ihren Schriften nieder.

»Sturmhöhe« schockierte die damalige Leserschaft mit seiner Radikalität: Erzählt wird die Geschichte von Catherine Earnshaw und Heathcliff, einem mittellosen, wahrscheinlich irischen Jungen, de...

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