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24.07.2018 / Inland / Seite 5

In der Warteschleife

Bekommen Geflüchtete ein Kind, gibt es für dieses oft monatelang kein Geld. Weisung soll Abhilfe schaffen

Susan Bonath

Deutschlands Bürokratiedschungel lässt so manchen verzweifeln. Über die Hartz-IV-Regularien scheinen selbst die Sachbearbeiter in den Jobcentern hin und wieder den Überblick zu verlieren. Besonders dramatisch wirkt sich das für Betroffene aus, wenn die existenzsichernde Leistung monatelang ausbleibt. Dies ist offenbar regelmäßig der Fall, wenn Geflüchtete in der BRD ein Kind zur Welt bringen.

So müssen selbst Eltern, denen bereits Asyl oder subsidiärer Schutz zuerkannt worden ist, für ihr Neugeborenes gesondert Asyl beantragen. Die Bearbeitung kann dauern, denn die Mühlen der Behörden mahlen langsam. Und ohne entsprechende Papiere gibt es vielerorts keinen Cent. Ein »Arbeitskreis Flüchtlinge« hatte dies beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) bemängelt. Das beauftragte nun die Bundesagentur für Arbeit (BA), die Praxis mittels einer Weisung an alle Jobcenter zu beenden. Das entsprechende Schreiben veröffentlichte am Montag der Sozialrechtler ...

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