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24.07.2018 / Schwerpunkt / Seite 3

Gift im Gepäck

US-Finanzminister schlägt bei G-20-Treffen Handelsabkommen zwischen Washington und Brüssel vor: »TTIP light« könnte EU spalten

Jörg Kronauer

Das Treffen der Finanzminister und Notenbankchefs der G-20-Staaten am Wochenende in Buenos Aires sollte ganz anders ablaufen. Themen wie die Zukunft der Arbeit oder die Regulierung von Kryptowährungen wie dem Bitcoin hatte die argentinische G-20-Präsidentschaft ursprünglich in den Mittelpunkt der Tagung stellen wollen – nicht ohne Grund: Der Bitcoin etwa ist kräftig im Kommen und stets eine ausführliche Debatte wert. Doch die Planung der argentinischen Regierung für das Treffen ging schief. Letztlich stand ein einziges Thema im Mittelpunkt der gesamten Veranstaltung: der weltweite Handelskrieg mit allen seinen Facetten, den die US-Regierung unter Präsident Donald Trump losgetreten hat .

Zunächst machten dabei die üblichen Warnungen die Runde. »Diese Spannung ist für niemanden gut«, äußerte Brasiliens stellvertretender Finanzminister Marcello Estevão mit Blick auf den Handelskrieg. Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hatte schon vorab erklärt, ein »Schu...

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