21.07.2018 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Marxisten zahlen zu wenig

In Nepal fordern Gewerkschaften die Erhöhung des Mindestlohns. Arbeiter wandern zu Tausenden auf Jobsuche ins Ausland ab

Thomas Berger

In Nepal regiert seit dem Frühjahr die wiedervereinigte Kommunistische Partei (KP). Gerade benachteiligte Gruppen der Gesellschaft verbinden große Hoffnungen mit der von Premier Sharma Oli (KP, vormals Vereinigte Marxisten-Leninisten) und Pushpa Kamal Dahal (ehemals Maoisten) geführten Linksregierung.

Doch zeichnen sich schon jetzt zuvor ungeahnte Konfliktlinien ab. So drohen die Gewerkschaften mit Streik. Hintergrund ist der Disput um die Höhe des allgemeinen Mindestlohns im Land. Den hat die Regierung gerade offiziell auf 13.450 Rupien (104 Euro) pro Monat festgesetzt. Das ist zwar ein 40prozentiger Aufschlag gegenüber jenen 9.700 Rupien (75 Euro), die zuletzt Stand der Dinge waren. Aber nach Ansicht der Gewerkschaften reicht auch die neue Summe nicht aus, um das Existenzminimum zu sichern. Schon in den Verhandlungen rund um die Neufestsetzung hatten sie immer einen Betrag von mindestens 15.000 Rupien gefordert, der (zusammen mit Zuschlägen für Überstun...

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