21.07.2018 / Ausland / Seite 7

Gemeinsam gegen Migranten

Ungarn und Israel demonstrieren »hervorragende Verbindungen«. Netanjahu will osteuropäische Staaten gegen EU instrumentalisieren

Knut Mellenthin

Wenige Dutzend Demons­tranten hatten sich am Donnerstag vor der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem eingefunden, um gegen den Besuch von Viktor Orban zu protestieren. Ein paar Minuten lang blockierten sie anschließend die Abfahrt der Autokolonne des ungarischen Ministerpräsidenten. Ansonsten blieb es, abgesehen von scharfen Kommentaren aus den Oppositionsparteien, ruhig im Land. Viele Israelis teilen anscheinend die Ansicht ihres immer noch erstaunlich populären und konkurrenzlosen Regierungschefs Benjamin Netanjahu, dass ihr Land bei der Suche nach Verbündeten nicht wählerisch sein kann.

Unter den wenigen ausländischen Politikern, die nie ein kritisches Wort über Israel äußern, ist Orban neben US-Präsident Donald Trump einer der zuverlässigsten. Beim Zusammentreffen der beiden Premiers am Donnerstag dankte Netanjahu seinem Amtskollegen dafür, dass Ungarn »immer wieder für Israel eingetreten« sei und den jüdischen Staat in »internationalen Foren« – damit si...

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