16.07.2018 / Ansichten / Seite 8

Spaltungsoffensive

Donald Trumps Europapolitik

Jörg Kronauer

Fake News soll’s nun also gewesen sein, das Interview mit dem US-Präsidenten, das das Londoner Boulevardblatt The Sun am vergangenen Freitag publizierte. Das behauptet jedenfalls der selbsternannte Fake-News-Oberkritiker Donald Trump. Eigentlich habe er wirklich »viel Respekt« vor der britischen Premierministerin Theresa May, tönt er jetzt; es sei bedauerlich, dass sie in dem Interview so schlecht wegkomme. So sad!

Fake News? Was für ein Blödsinn. Weshalb erniedrigt man die Premierministerin eines engen Verbündeten in aller Öffentlichkeit, indem man sagt, man habe ihr »erklärt«, wie man verhandele, sie habe aber leider nicht darauf »gehört« und nun alles verbockt? Man tut das, um klarzustellen, dass sie keine Alternative hat und die Kooperation trotz aller Beleidigungen fortsetzen muss; und Großbritannien, historisch überaus eng mit Nordamerika verflochten, ist tatsächlich – nach dem Brexit noch mehr als bisher – auf die transatlantische Zusammenar...

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