16.07.2018 / Ausland / Seite 7

Hunderte Morde

In Kolumbien geht die Gewalt gegen Linke, Indígenas und ehemalige Guerilleros ungehindert weiter

Jan Schwab, Bogotá

In Bogotá sind am vergangenen Freitag die ersten Verfahren der »Sonderjustiz für den Frieden« eröffnet worden. Die Prozesse zur Aufarbeitung der während des jahrzehntelangen Bürgerkrieges zwischen den Rebellen der FARC-EP (Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens – Armee des Volkes) und der kolumbianischen Armee waren ein zentraler Bestandteil des 2016 unterzeichneten Friedensvertrages. 31 ehemalige Mitglieder des Sekretariats und des Oberkommandos der Guerilla, unter ihnen der frühere oberste Comandante Rodrigo Londoño alias Timochenko, nahmen zum Auftakt vor der Kammer zur Wahrheitsfindung Stellung zu ihrem Vorgehen zwischen 1993 und 2012.

Doch während die juristische Aufarbeitung beginnt, gerät der Friedensprozess immer mehr in Gefahr. So kam es am 3. Juli in Argelia im südlichen Departamento Cauca zu einem Massaker, dem sieben Menschen zum Opfer fielen. In der Region kämpfen rechte Paramilitärs, der kolumbianische Staat und die marxistische Nationale Bef...

Artikel-Länge: 4007 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe