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16.07.2018 / Inland / Seite 5

Keine Lust auf Dumpinglöhne

Warnstreiks bei Supermarktkette Real: Beschäftigte wehren sich gegen Tarifflucht. Scheingewerkschaft DHV zieht sich offenbar zurück

Carmela Negrete

Bei Real hat das Management den Bogen eindeutig überspannt. Die Beschäftigten haben genug von den Machenschaften der Kapitalseite. Etwa die Hälfte der rund 34.000 Beschäftigten der Supermarktkette legte deshalb nach Angaben der Gewerkschaft Verdi am Freitag und Sonnabend in rund 140 Filialen bundesweit die Arbeit nieder. Nach Unternehmensangaben blieben jedoch alle Filialen geöffnet.

Der Grund für die Empörung der Belegschaft: Das Unternehmen hatte in diesem Frühjahr den mit Verdi abgeschlossenen Tarifvertrag aufgekündigt und statt dessen eine entsprechende Vereinbarung mit der »gelben« Pseudogewerkschaft DHV unterzeichnet. Das bedeutet nach Angaben von Verdi für neu eingestellte Mitarbeiter jährliche Gehaltseinbußen von durchschnittlich 23 Prozent. In manchen Regionen, wie etwa Nordrhein-Westfalen, drohen den Real-Beschäftigten laut Gewerkschaft gar Lohnverluste von bis zu 40 Prozent. Zudem wurden das Urlaubs- und Weihnachtsgeld gekürzt, die Spätarbeitsz...

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