11.07.2018 / Ausland / Seite 6

Gastfreundschaft und Solidarität

In dem bosnischen Ort Velika Kladusa an der kroatischen Grenze kümmern sich Einwohner um die Flüchtlinge

Francesco Bassano und Giacomo Sini, Velika Kladusa

Nach einer Stunde Autofahrt in Richtung Süden von der zentralkroatischen Stadt Karlovac stößt man auf eine kleine Seitenstraße, die von Gräbern gesäumt ist und unverputzten, mit Einschusslöchern übersäten Häusern. Die Straße führt zum trostlosen Grenzposten zwischen Kroatien und Bosnien-Herzegowina. Dahinter liegt die 45.000 Einwohner zählende bosnische Stadt Velika Kladusa.

Ein vergessener Ort, der scheinbar nur auf der Landkarte existiert. 1995 wurde er zur Hauptstadt der international nicht anerkannten Republik Westbosnien, die mit der bosnischen Regierung in Sarajevo in Konflikt geraten war und sich mit serbischen und kroatischen Milizen verbündet hatte. Vor kurzem kehrte der Ort wieder in das Bewusstsein der Menschen zurück, denn es gab Gerüchte, dass mit dem »Islamischen Staat« sympathisierende Salafistengruppen in der Gegend aktiv seien. Gegenwärtig erreichen täglich Dutzende Flüchtlinge Velika Kladusa. Für sie ist der Ort eine Zwischenstation a...

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