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10.07.2018 / Ausland / Seite 7

Am Fuße des Vulkans

Bauern in Guatemala wehren sich gegen Umweltzerstörung. Straßenblockaden als Terrorismus verfolgt

Thorben Austen, Quetzaltenango

Südlich von Quetzaltenango, der zweitgrößten Stadt Guatemalas, leben rund 50.000 Menschen in zehn Gemeinden am Fuß des Vulkans Santa Maria. Die meisten von ihnen sind Kleinbauern. Neben Mais, dem Hauptnahrungsmittel in dem zentralamerikanischen Land, bauen sie vor allem Zwiebeln, Sellerie und Blumenkohl an. Einige versuchen es auch ohne Pestizide. Früher hätten sie Chemikalien aus Deutschland eingesetzt, heute wende man biologische Methoden an, erzählt ein 65 Jahre alter Bauer aus der Gemeinde Xepache. Die Resultate sind gut, bis zu zwei Pfund wiegt eine Zwiebel. Die kleineren Exemplare verkauft er auf dem Markt in Quetzaltenango, die großen nach Costa Rica.

Zu schaffen machen ihm und seinen Nachbarn allerdings die Veränderungen der letzten Jahre. Drei Bergbauunternehmen haben Lizenzen erworben und beginnen systematisch damit, steinige Erde abzutragen. Diese ist das Resultat eines Ausbruchs des heute nicht mehr aktiven Vulkans im Jahre 1902 und dient als ...

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