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09.07.2018 / Inland / Seite 5

Alte Clans, neues Kapital

Streikbrecher, Lohndumping, gelbe Gewerkschaften: Supermarktkette »Real« quetscht Beschäftigte aus

Werner Rügemer

Am 8. Juni diesen Jahres hat die Metro AG die 34.000 Beschäftigten der 280 Real-­Supermärkte in die neu gegründete »Real GmbH« überführt. Dort sollen neu eingestellte Vollzeitbeschäftigte 1.630 Euro verdienen – 40 Prozent weniger als zuvor. Das Urlaubsgeld soll von 1.262 auf 680 Euro gekürzt werden, das Weihnachtsgeld von 1.611 auf 450 Euro. Dafür wird die Arbeitszeit von 37,5 auf 40 Wochenstunden erhöht. Und die Zeitarbeitsfirmen »Mumme« und »IBS« sollen noch mehr Leiharbeiter bereitstellen; die sogenannten Personaldienstleister »Kötter« und »Teamwork« noch mehr Werkvertragler liefern.

Der Täuschungsvertrag

Seit 2015 will Metro die die Real-Kette »wettbewerbsfähig« machen. Metro stieg aus dem Flächentarif aus. Die Gewerkschaft Verdi erkämpfte mit Streiks einen »Zukunftstarifvertrag«: Die Beschäftigten verzichteten auf Lohnerhöhungen bis 2019 und auf ohnehin schon abgesenktes Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Danach sollte wieder ein richtiger Tarifvertrag aus...

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