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07.07.2018 / Inland / Seite 5

Gierige Heulbojen

Deutsche Reeder sehen nach Veräußerung der landeseigenen HSH-Nordbank an US-Investoren den »Schiffahrtsstandort« bedroht

Burkhard Ilschner

Der Verband Deutscher Reeder (VDR) versucht allem Anschein nach, weitere staatliche Hilfen einzuwerben. Anfang Juli meldete sich sein Präsident Alfred Hartmann zu Wort und klagte über einen drohenden »erheblichen Aderlass für den Schiffahrtsstandort Deutschland«. Anlass war der in den Wochen zuvor zunächst vom schleswig-holsteinischen Landtag in Kiel und anschließend auch von der Hamburgischen Bürgerschaft gebilligte Verkauf der bisher im Besitz der beiden Bundesländer befindlichen HSH-Nordbank an ein Konglomerat US-amerikanischer Investoren, darunter der berüchtigte Fonds Cerberus (siehe jW vom 12. Juni).

Hartmann befürchtet, die neuen Eigentümer könnten bis zu 450 Handelsschiffe, die derzeit noch in den HSH-Büchern stehen, auf dem Weltmarkt verkaufen. Die nationale Handelsflotte würde weiter schrumpfen, weitere Folgeschäden seien zu befürchten. Zum einen sorgten die Überkapazitäten auf dem Schiffahrtsmarkt derzeit schon und dann erst recht dafür, dass d...

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