07.07.2018 / Thema / Seite 12

Macrons »Erneuerung«

Privatisieren, kürzen, bevorteilen. Der französische Präsident setzt auf einen konsequenten neoliberalen Umbau des Landes. Dagegen regt sich überall Widerstand – aber geändert hat das bisher wenig

Sebastian Chwala

Am 7. Mai konnte der französische Staatspräsident Emmanuel Macron ein Jubiläum begehen. Ein Jahr zuvor hatte der damalige Kandidat in der zweiten Wahlrunde der Präsidentschaftswahlen Marine Le Pen vom rechtspopulistischen Front National (mittlerweile umbenannt in Rassemblement National) deutlich geschlagen. Das galt als Sieg der Demokratie. Die »offene Gesellschaft« habe über die Vertreter der »geschlossenen Gesellschaft« triumphiert. Aus dieser Behauptung erklang zugleich die Erleichterung, dass der Kandidat der Linken, Jean-Luc Mélenchon, nicht reüssieren konnte.

Doch inzwischen ist die Ernüchterung groß. Glaubt man jüngsten Umfragen, sind 60 Prozent der Franzosen mit der Politik des Präsidenten unzufrieden. Mehr 70 Prozent empfinden sie als ungerecht. Besonders ausgeprägt ist die Ablehnung Macrons unter jungen Menschen. Dessen selbst gepflegtes Image als überparteilicher Reformer, der freilich nie verhehlte, die angebotsorientierte Politik des »Soziali...

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