05.07.2018 / Ausland / Seite 6

Vor dem Scheitern

In Havanna hat die letzte Verhandlungsrunde zwischen kolumbianischer Guerilla und Regierung begonnen. Am 7. August tritt neuer Präsident Duque Amt an

Jan Schwab, Bogotá

Seit Montag sitzen Vertreter der kolumbianischen Regierung und der Guerillaorganisation ELN (Nationale Befreiungsarmee) wieder in Havanna zusammen. In der nunmehr sechsten Runde der Friedensverhandlungen, die ursprünglich in Quito (Ecuador) begonnen hatten, soll weiter an einem Waffenstillstand sowie an der Umsetzung von bereits im vergangenen Jahr getroffenen Vereinbarungen wie der Räumung von Landminen gearbeitet werden. Die Regierungsdelegation um Chefunterhändler Gustavo Bell untersteht dabei in den kommenden fünf Wochen noch dem bisherigen Präsidenten Juan Manuel Santos, bevor dieser sein Amt am 7. August an den rechtskonservativen Nachfolger Iván Duque übergibt.

Der neue Präsident, der zur Zeit mit dem Aufbau seines Ministerkabinetts beschäftigt ist, gilt als enger Vertrauter des für seine Verbindungen zu den ultrarechten Paramilitärs berüchtigten früheren Amtsinhabers Álvaro Uribe. Wie dieser hat sich Duque im Wahlkampf als Gegner der Abkommen m...

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