03.07.2018 / Ausland / Seite 7

Rache der Juristen

Ecuadors Gerichte machen Jagd auf Expräsident Rafael Correa. Der sieht Feldzug darin gegen die Linke

Carmela Negrete

Rafael Correa war zehn Jahre lang, von 2007 bis 2017, Präsident Ecuadors. Nun geht die Justiz des südamerikanischen Landes gegen ihn vor – eine Situation, die auffällig an das Verhalten des demokratisch nicht legitimierten Regimes in Brasilien gegenüber den früheren Staatschefs Luiz Inácio Lula da Silva und Dilma Rousseff oder von Argentiniens derzeitiger Regierung gegenüber der Expräsidentin Cristina Fernández de Kirchner erinnert. Entsprechend sieht sich Correa als Opfer einer grenzüberschreitenden juristischen Kampagne, die sich gegen alle progressiven Kräfte in Lateinamerika richtet.

Ecuadors Expräsident wird unter anderem vorgeworfen, 2012 in die Entführung des Oppositionellen Fernando Balda in Kolumbien involviert gewesen zu sein. Einziger Beweis dafür ist die Aussage eines Zeugen, der von einer dritten Person gehört haben will, dass Correa die Entführung angeordnet habe. Richterin Daniella Camacho genügte das, um von Correa zu verlangen, sich alle ...

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