03.07.2018 / Inland / Seite 5

Chaos, Schock und D-Mark

Privatisierung der DDR-Wirtschaft: Sächsische SPD-Ministerin will Vorwürfe gegen Treuhand beleuchten. CDU bremst heftig

Susan Bonath

Alles muss raus: Nach diesem Motto begann die Treuhand am 1. Juli 1990 auf dem Gebiet der damaligen DDR mit der größten Privatisierungsaktion in der deutschen Geschichte. Fabriken, Betriebe, Ressourcen, Immobilien, Agrarflächen: Alles, woraus sich Kapital schlagen ließ oder was als Konkurrent den eigenen Profit gefährden konnte, wurde zur Beute vornehmlich westdeutscher Kapitalisten und Glücksritter. Bis heute stehe der von Ostdeutschen erhobene »Vorwurf der Marktbereinigung und Vermögensverschiebung zugunsten des Westens« im Raum, erklärte anlässlich dieses Jahrestages am Sonntag die sächsische Ministerin für Integration und Gleichstellung, Petra Köpping, in einer Mitteilung. Das will die SPD-Politikerin nun unter die Lupe nehmen lassen. Sie schlägt vor, dafür »Aufarbeitungs- und Wahrheitskommissionen« einzurichten.

Der Präambel des Treuhand-Gesetzes zufolge sollte sich der Staat aus mehr als 10.000 Unternehmen zurückziehen. Der Treuhand oblag es, deren ...

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