03.07.2018 / Inland / Seite 4

Erneut Abschiebung in den Krieg?

Bayerischer Flüchtlingsrat: Für heute Flug nach Kabul geplant. Protest am Airport München

Jana Frielinghaus

Am Sonntag starben im afghanischen Dschalalabad mindestens 19 Menschen bei einem Selbstmordanschlag. Fast täglich gibt es in dem zentralasiatischen Land Angriffe auf Sicherheitskräfte, Gefechte und Bombenattentate. Sicher ist dort niemand. Das haben Experten der Vereinten Nationen erst vor wenigen Wochen erneut festgestellt.

Die Bundesregierung unter Führung von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat vergangene Woche dennoch mitgeteilt, ab sofort würden die seit einem Jahr geltenden Einschränkungen bei Rückführungen in das Kriegsland aufgehoben. Nach einem verheerenden Anschlag in der Nähe der deutschen Botschaft in Kabul am 31. Mai 2017 war verfügt worden, dass vorerst »nur« Straftäter, »Gefährder« und sogenannte Mitwirkungsverweigerer bzw. »Identitätstäuscher« (Menschen, die beispielsweise nicht schnell genug angeforderte Personaldokumente beschafft haben) dorthin zurückgebracht werden dürfen. Nach Informationen des Bayerischen Flüchtlingsrates soll schon...

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