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02.07.2018 / Feuilleton / Seite 10

Klar und leise, kein Beiwerk

Geschlossene Forschungslücke: »Das Transitghetto Izbica im System des Holocaust«

Brigitta Huhnke

Izbica liegt in der ostpolnischen Region Lublin an der Bahnlinie Warschau–Lwiw. 1942 wurde der kleine Ort zur »Umschlagstation« im Rahmen des Mordprogramms »Aktion Reinhardt« (mindestens 1,3 Millionen Tote). In einem Transitghetto ohne Zaun, dem zu entrinnen kaum möglich war, wurden in Izbica etwa 20.000 jüdische Menschen aus Polen, Deutschland, Österreich, Tschechien, der Slowakei und Luxemburg festgehalten, oft für Wochen oder Monate, bis zum Transport in die Todeslager Belzec oder Sobibór.

Bisher lagen zu diesem Thema lediglich zwei längere Aufsätze des 2014 verstorbenen polnischen Historikers Robert Kulawek vor. Nun hat Steffen Hänschen mit seinem Grundlagenwerk »Das Transitghetto Izbica im System des Holocaust« die Forschungslücke geschlossen.

Als im September 1939 Soldaten der Wehrmacht durch das Schtetl Izbica marschierten, lebten hier 6.000 Menschen, mehr als 80 Prozent waren jüdischen Glaubens. Drei Jahre später prägten drangvolle Enge, Hunger, A...

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