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29.06.2018 / Feminismus / Seite 15

Der Mörder ist immer der Fremde

Der Fall Sophia L. und der Umgang mit Tötungsdelikten gegen Frauen in Deutschland

Eleonora Roldán Mendívil

Am 14. Juni stieg Sophia Lösche an der Raststätte Schkeuditz bei Leipzig an der A9 Richtung Nürnberg in einen Lkw mit marokkanischer Zulassung. Die Studentin war auf dem Weg zu ihrer Familie im bayerischen Amberg, per Anhalter. Doch die 28jährige kam nie dort an. Am 22. Juni wurde an einer Tankstelle in Araia (Aspárrena) in der Provinz Araba (Álava) im Baskenland eine Frauenleiche gefunden. Spanischen Medienberichten zufolge handelt es sich bei der Toten wahrscheinlich um Lösche, die genaue Todesursache steht nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa vom Montag noch nicht fest. Der Fahrer des Lastwagens wurde am 24. Juni im spanischem Jaén festgenommen, er soll in den kommenden Tagen nach Deutschland ausgeliefert werden.

In der baskischen Kleinstadt Araia versammelten sich Anfang dieser Woche zahlreiche Menschen zu einer Kundgebung unter dem Motto »Nein zu Gewalt gegen Frauen«. Baskische Feministinnen suchten direkt Kontakt zu Freunden und zur Familie...

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