29.06.2018 / Feminismus / Seite 15

Haus der Frauen in Gefahr

Rom: Stadtregierung will Räume neu vergeben und bedroht damit die Existenz eines Zentrums der feministischen Bewegung

Martina Zaninelli

Wenn man in Rom am Tiber entlanggeht, 15 Minuten Laufweg vom Petersdom, wird man auf der rechten Seite ein altes Klostergebäude finden. Seit 1985 hat hier das »Internationale Haus der Frauen« seinen Sitz. Es hat eine lange Geschichte, die am 2. Oktober 1976 ihren Anfang nahm. An diesem Tag besetzten Feministinnen ein verlassenes Gebäude im damaligen Regierungsviertel hinter der Piazza Navona. Neun Jahre später zog das Kollektiv der »Casa Internazionale delle Donne« in das »Palais Nardini« um. Die seit zwei Jahren amtierende Stadtregierung will dieser 42jährigen Geschichte ein Ende setzten.

Am 2. Mai legte die Gemeinderätin der »Fünf-Sterne-Bewegung«, Gemma Guerrini, einen Bericht vor, in dem belegt werden soll, dass das Projekt »katastrophal« sei. Das Kollektiv schulde der Stadt rund 800.000 Euro, heißt es darin. Die Verwalterinnen des Hauses machen dafür die Entwicklung der Kosten verantwortlich und kritisieren die fehlende Unterstützung seitens der Stad...

Artikel-Länge: 3875 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe