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30.06.2018 / Ausland / Seite 7

Hundert Jahre zurück

Österreich: Großdemonstration gegen Einführung des Zwölfstundentages

Simon Loidl, Wien

In Österreich regt sich zunehmend Widerstand gegen die von der Regierung geplante Neuregelung der Arbeitszeit. Für den heutigen Samstag hat der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) zu einer Großdemonstration in Wien aufgerufen. Viele kleinere Organisationen haben sich angeschlossen, Betriebsräte mobilisierten in den Unternehmen. Die Rechtsregierung aus Volkspartei (ÖVP) und »Freiheitlichen« (FPÖ) will in den nächsten Tagen ein Gesetz beschließen, mit dem die erlaubte tägliche Höchstarbeitszeit ausgeweitet wird. Künftig soll es Unternehmen möglich sein, ihre Beschäftigten täglich bis zu zwölf Stunden und bis zu 60 Stunden wöchentlich arbeiten zu lassen. Bisher war die Zustimmung des Betriebsrates nötig, wenn mehr als die gesetzliche Normalarbeitszeit von acht Stunden täglich gearbeitet wurde.

Während der vergangenen Tage ist die von Sebastian Kurz (ÖVP) angeführte Koalition in der Arbeitszeitfrage bereits etwas in die Defensive geraten. Nach Kritik von ...

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