30.06.2018 / Inland / Seite 5

Ordnungspolitik gegen Arme

In Frankfurt am Main wird über eine städtische Unterkunft für Wanderarbeiter diskutiert

Gitta Düperthal

Die Linken-Fraktion im Römer, dem Rathaus von Frankfurt am Main, kämpft um eine kommunale Unterkunft für europäische Wanderarbeiterinnen und -arbeiter in der Stadt. Ein »Boardinghaus« soll entstehen: für Menschen, die sich für einige Monate durch Gelegenheitsarbeit »die paar hundert Euro verdienen, die ihre Familien zu Hause brauchen, um durchzukommen«. Das forderte die Fraktionsvorsitzende der Frankfurter Linken Dominike Pauli am Donnerstag abend bei einer Veranstaltung zum Thema »Wanderarbeiterinnen und Wanderarbeiter in Frankfurt«.

Die Debatte erregt in der Stadt beträchtliche Aufmerksamkeit, insbesondere vor dem Hintergrund der brutalen polizeilichen Räumung osteuropäischer Arbeiterinnen und Arbeiter am 28. Mai, die sich Hütten auf einer Industriebrache in Bahnhofsnähe gebaut hatten (jW berichtete). Die Frankfurter CDU und deren Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld verweigerten sich jeglicher Diskussion, beklagte Pauli. Deren Stuhl blieb an diesem Abe...

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