30.06.2018 / Schwerpunkt / Seite 3

Gegen AfD und Pegida

Tausende Menschen wollen in Augsburg Zeichen gegen rechts setzen. 2.000 Polizisten sollen Bundesparteitag schützen

André Scheer, Augsburg

Augsburg ist eine widersprüchliche Stadt. Einerseits feiert man sich als »Friedensstadt« – was auf den »Augsburger Reichs- und Religionsfrieden« von 1555 zurückgeht –, andererseits lässt man Jahr für Jahr die »Heimatvertriebenen« in Augsburg ihren »Sudetendeutschen Tag« feiern und von einer Revision der Grenzen träumen. Hatte man früher von Bertolt Brecht nichts wissen wollen, weil der viel zu weit links stand, hat das Stadtmarketing längst erkannt, dass man mit dem Titel, dessen Geburtsstadt zu sein, viele Touristen anziehen kann. Also gibt es jährlich ein Brecht-Festival, während ansonsten eher den Fuggern und Welsern gehuldigt wird. Oberbürgermeister Kurt Gribl ist CSU-Mitglied, fand es in vergangenen Jahren aber selbstverständlich, bei Kundgebungen gegen NPD-Aufmärsche und bei Gegendemonstrationen neben Vertretern der in Bayern immer noch vom Verfassungsschutz beobachteten Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA) auf der Bühne zu stehen. ...

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