28.06.2018 / Feuilleton / Seite 2

»Milliardenmarkt, der geregelt werden soll«

In Kanada wird der Konsum von Cannabis legalisiert. Der Schritt könnte Signalwirkung haben. Gespräch mit Georg Wurth

Kristian Stemmler

Kanada ist das erste Land aus der G-7- und der G-20-Gruppe, das den Konsum von Cannabis für Erwachsene legalisiert. Eine gute Nachricht?

Das ist der nächste große Durchbruch in der weltweiten Cannabis-Debatte, das kann man gar nicht hoch genug einschätzen.

Davor hatte ja bereits Uruguay als erster Staat der UNO, der aber nicht G-7- oder G-20-Mitglied ist, Cannabis freigegeben.

Uruguay war auch ein Meilenstein, weil sich da zum ersten Mal gezeigt hat, dass auch ein einzelner Nationalstaat Cannabis legalisieren kann – trotz internationaler Drogenverträge. Schon da hätte man aus deutscher Perspektive sagen können: Wenn Uruguay das kann, können wir das auch.

Ist dieser Durchbruch dem charismatischen jungen Premierminister Kanadas, Justin Trudeau, zu verdanken, der das im Wahlkampf versprochen hatte?

Sicherlich spielt das Wahlergebnis eine Rolle, aber auch die Stimmung in Kanada. Und wir sehen auch weltweit immer mehr Staaten, in denen die Mehrheit in der Bevö...

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