27.06.2018 / Ausland / Seite 7

Militarisierung des Geschäfts

Nigeria: Konflikt zwischen Viehzüchtern und Ackerbauern eskaliert. Begünstigt durch leicht verfügbare Waffen – und anstehende Wahlen

Christian Selz, Kapstadt

Die Meldungen klingen verstörend. Bei Angriffen nomadisch lebender Viehzüchter der Volksgruppe der Fulani auf Ackerbauern des Berom-Volkes sollen in Nigeria am Wochenende mindestens 86 Menschen getötet worden sein. Das berichten die Nachrichtenagenturen AFP und AP unter Berufung auf die nigerianische Polizei. Zudem seien bei den Kämpfen im Distrikt Gashish sechs Menschen verletzt und 50 Häuser zerstört worden. Der Gouverneur des Bundesstaats Plateau im Zentrum des Landes hat eine nächtliche Ausgangssperre verhängt.

Es ist bei weitem nicht die erste gewaltsame Eskalation zwischen Viehhaltern und Ackerbauern in der Region. Wie der südafrikanische Mail and Guardian am Montag online berichtete, wurden seit 2012 bei insgesamt 716 Auseinandersetzungen Tausende Menschen getötet. Dargestellt wird der Konflikt dabei meist als ein ethnisch-religiöser. Die Berom hängen überwiegend dem christlichen Glauben an, die Fulani sind vornehmlich Muslime. Teilweise muss in de...

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