23.06.2018 / Ausland / Seite 7

Die Angst weicht

Vor den Wahlen in der Türkei haben die Menschen wieder Hoffnung auf Veränderung. Präsident Erdogan verliert Kontakt zur Bevölkerung

Max Zirngast, Ankara

Richtige »Wahlstimmung« kam in der Türkei erst in den letzten Tagen auf. Die permanente Mobilisierung, all die Gewalt und Krisen der vergangenen Jahre waren letztlich wohl zuviel, als dass in der Bevölkerung große Begeisterung aufkommen konnte. Doch zum ersten Mal vor den am Sonntag stattfindenden Parlaments- und Präsidentschaftswahlen keimt Optimismus auf, die Möglichkeit der Veränderung ist greifbar.

Die gesellschaftliche Stimmung im Westen der Türkei ist noch immer verhalten. Zu präsent sind die Ereignisse nach den Wahlen am 7. Juni 2015 im Bewusstsein der Bevölkerung. Wenn Recep Tayyip Erdogan auch diesmal nicht gewinnt, wird es dann wieder zur Eskalation der Gewalt kommen? Wird es Wahlbetrug geben, wie beim Verfassungsreferendum?

Die Menschen lassen sich nicht mehr einschüchtern. Etwa wenn der Präsidentschaftskandidat der Republikanischen Volkspartei (CHP), Muharrem Ince, eine Kundgebung abhält: In Izmir sollen 2,5 bis drei Millionen Menschen dabeige...

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