19.06.2018 / Ausland / Seite 6

Kandil im Fadenkreuz

Angriffe der türkischen Armee auf Hauptquartier der Arbeiterpartei Kurdistans im Nordirak

Nick Brauns

Vor einer Woche verkündete der türkische Präsidenten Recep Tayyip Erdogan den Beginn einer Militäroperation gegen das Hauptquartier der Arbeiterpartei Kurdistans PKK in den Kandilbergen. Seitdem überschlagen sich türkische Regierungspolitiker und Medien mit vollmundigen Ankündigungen, man werde »der Schlange den Kopf abschlagen« und den »Sumpf im Nordirak austrocknen«.

Der Kolumnist Abdulkadir Selvi der Tageszeitung Hürriyet Daily News, die nach ihrer Übernahme durch die Erdogan-nahe Demirören Holding inzwischen als Regierungsblatt der seriöseren Sorte gelten muss, geht von einer klaren Kandil-Strategie der Türkei aus. Nachdem die Verbindungswege der PKK zwischen Kandil und der Türkei abgeschnitten seien, sollten mehrtägige massive Luftangriffe die Infrastruktur der Guerilla zerstören. Anschließend folge eine Bodenoperation. Sobald die PKK aus Kandil vertrieben sei, würde die türkische Armee Militärstützpunkte in dem Gebirge errichten. Aus den Eroberungsa...

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