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19.06.2018 / Betrieb & Gewerkschaft / Seite 15

Konzerne zur Kasse bitten

Schweizer Gewerkschaft Unia will Unternehmen auf europäischer Ebene dazu verpflichten, in Beschäftigung zu investieren

Florian Sieber

Aktuell beträgt die offizielle Arbeitslosenquote in der Europäischen Union 7,3 Prozent. Dies entspricht 14,14 Millionen Menschen. Perspektivlosigkeit, Prekarisierung und Sozialabbau sind für sie Alltag. Gegen diesen gesellschaftlichen Missstand will die größte Schweizer Gewerkschaft Unia jetzt mit einer sogenannten Europäischen Beschäftigungsvorgabe (EBV) vorgehen.

»Die um sich greifende Arbeitslosigkeit ist das größte soziale Problem in Europa«, erklärte Unia-Ökonom Beat Baumann am vergangenen Mittwoch gegenüber jW. »Deshalb muss die EU-Kommission Großunternehmen Vorgaben machen, um wieviel Stellen und Personalausgaben aufgestockt werden muss«, so der Gewerkschafter weiter. Diese Vorgaben sollen laut einem Dokument, in dem die Unia ihre Pläne genauer erklärt, so lange wiederholt werden, bis die Arbeitslosigkeit in Europa die Zwei-Prozent-Marke nicht mehr überschreitet. Das würde bedeuten, dass bei der momentanen Arbeitslosigkeit europaweit mehr als zwölf...

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