14.06.2018 / Ausland / Seite 8

»Nicht nur Angelegenheit kleiner linker Subkultur«

Was passiert mit den Manuskripten und der Bilbiothek des großen Marxisten Georg Lukács in Budapest? Gespräch mit Agnes Erdelyi

Matthias István Köhler

Die Internationale Lukács-Archiv-Stiftung LANA streitet dafür, dass der Nachlass des marxistischen Philosophen in seiner alten Wohnung bleibt und dort weiter Forschungsarbeit betrieben werden kann. Jetzt hat die Ungarische Akademie der Wissenschaften MTA versprochen, dass das Archiv nach der Renovierung wiedereröffnet wird. Was ist dieses Versprechen wert?

Es wäre nicht das erste Mal im Laufe unserer Verhandlungen, dass etwas von der Akademie versprochen und dann gegensätzlich gehandelt wird. Der Präsident der Akademie, Laszlo Lovasz, hat betont, dass keine Schließung des Archivs geplant sei. Aber uns geht es darum, dass auch festgehalten wird, dass das Archiv als Forschungseinrichtung weiter betrieben wird. Das wurde neuerdings nicht einmal mehr explizit abgelehnt. Es hieß einfach nur noch, dass es heute, im Zeitalter der Digitalisierung, keine Rolle mehr spielen würde, wo geforscht wird.

Welche Mittel hat die Stiftung denn überhaupt, um ihr Ziel zu...

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