16.06.2018 / Wochenendbeilage / Seite 3 (Beilage)

Niedergang eines Staatspfaffen

Arnold Schölzel

Unter dem Titel »Der Abschied vom amerikanischen Zeitalter« unternimmt der in Berlin lehrende Politikwissenschaftler Herfried Münkler in der Zeit einen großen Gang durch die Geschichte. (In derselben Ausgabe der Zeit macht sich deren stellvertretender Chefredakteur Bernd Ulrich ähnliche Gedanken wie Münkler und ängstigt seine Leser mit: »500 Jahre europäische beziehungsweise 100 Jahre westlich-amerikanische Dominanz gehen zu Ende – und schlagen zurück.«) Münkler hebt mit Pathos an: »Große Reiche geben ganzen Epochen ihren Namen. Das gilt nicht nur für Rom, Spanien und Großbritannien, sondern auch für die Vereinigten Staaten von Amerika. Mit dem Eintritt in den Ersten Weltkrieg im Jahre 1917, der das Ringen der europäischen Mächte zugunsten der westlichen Mächte entschied, begann das amerikanische Zeitalter.«

Nun ja. Da gab es 1917 noch ein anderes Ereignis von tatsächlich epochaler Bedeutung, die russische Oktoberrevolution. Sie leitete zwar nicht zu eine...

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