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16.06.2018 / Thema / Seite 12

Neu machen, alt werden

Spanien: Die Vereinigte Linke möchte wieder an die soziale Basis zurück. Podemos dagegen entwickelt sich aus einem Protestsammelsurium immer mehr zu einer traditionellen Partei

Carmela Negrete

Der Machtwechsel in Spanien war schnell vollzogen. Binnen weniger Tage hatte der neue Ministerpräsident Pedro Sánchez vom sozialdemokratischen PSOE (Partido Socialista Obrero Español) seine Regierungsmannschaft beisammen. Mariano Rajoy ist abgelöst, nach sieben Jahren regiert seine konservative Volkspartei (Partido Popular; PP) das Land nicht mehr. Zur Macht haben Sánchez nicht zuletzt die Stimmen des linken Bündnisses Unidos Podemos verholfen. Dabei war von Anfang an klar, dass es lediglich darum ging, Rajoy loszuwerden. Aktuellen Umfragen zufolge steht der PSOE in der Wählergunst gegenwärtig bloß an zweiter Stelle, der Zuspruch für das Linksbündnis stagniert. Würde jetzt gewählt, landete Unidos Podemos erneut auf dem dritten Platz, den Wahlsieg würde die liberal-konservative Partei Ciudadanos (Bürger) einfahren. Der PP müsste sich derzeit aufgrund eines Korruptionsskandals, vor dessen Hintergrund der Nationale Gerichtshof führenden Funktionären der Part...

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