16.06.2018 / Ausland / Seite 7

Blutbad im Wahlkampf

AKP-Anhänger eröffnen Feuer auf protestierende Anwohner – Erdogan ruft zur Wahlmanipulation auf

Nick Brauns

Im Zusammenhang mit den türkischen Präsidentschafts- und Parlamentswahlen ist es am Donnerstag abend in der südostanatolischen Stadt Suruc zu einem Blutbad gekommen. Vier Menschen wurden getötet, zahlreiche weitere verletzt, nachdem Anhänger der Regierungspartei AKP mit Kalaschnikow-Sturmgewehren das Feuer auf Anwohner eröffnetet hatten. Der Streit war ausgebrochen, als Ladenbesitzer lautstark ihren Unmut gegen den AKP-Abgeordneten Ibrahim Halil Yildiz deutlich machten, der in einem Geschäft Wahlkampf betreiben wollte. Daraufhin eröffneten Yildiz’ Begleiter, darunter sein Bruder Mehmet, mit Kalaschnikows das Feuer. Bei dem anschließenden Schusswechsel wurden einer der Gewerbetreibenden und mehrere weitere durch Schüsse zum Teil schwer verletzt. Auch Yildiz’ Bruder war verwundet worden und erlag später seinen Verletzungen im Krankenhaus. Ein Händler und sein Sohn, die bei der Schießerei verletzt wurden, seien erst im Krankenhaus von AKP-Anhängern getötet w...

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