16.06.2018 / Inland / Seite 4

Demo gegen verfehlte Wohnungspolitik

Explodierende Mieten treiben Menschen in Stuttgart auf die Straße. Tumulte bei Debatte im Rathaus

Tilman Baur

Die Stimmung ist angespannt. Seit 2009 sind die Durchschnittsmieten in Stuttgart um 40 Prozent gestiegen. Längst sind es nicht mehr nur Geringverdiener und Studenten, für die eine Wohnung in der Stadt unerschwinglich geworden ist. Vor diesem Hintergrund erscheint die Zahl von 250 Demonstranten eher überschaubar, die sich am Donnerstag nachmittag auf dem Stuttgarter Marktplatz versammelten. Das Aktionsbündnis »Recht auf Wohnen« hatte zusammen mit dem Verdi-Bezirk Stuttgart und anderen Initiativen unter dem Motto »Wohnen ist Menschenrecht!« zu dem Protest aufgerufen.

Auf dem Marktplatz wetterte der Stuttgarter Verdi-Chef Cuno Brune-Hägele gegen die Wohnungspolitik: »Die Stadt vernachlässigt den sozialen Wohnungsbau sträflich und verscherbelt ihre eigenen Grundstücke an Investoren.« Tausende Wohnungen stünden leer. Selbst die Mieten der städtischen Wohnungsbaugesellschaft SWSG stiegen immer weiter an, kritisierte er. Das von der Stadt erlassene Zweckentfremd...

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