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16.06.2018 / Titel / Seite 1

Keine Panik auf der Titanic

Streit um Asyl- und Flüchtlingspolitik: CSU erhöht Druck auf Merkel – trotz Einigkeit bei Abwehr von Migranten

Stefan Huth

Die Meldung verbreitete sich wie ein Lauffeuer. Und entpuppte sich rasch als Ente: »Seehofer kündigt Unionsbündnis auf« – eine vom Satiremagazin Titanic über den Twitter-Account »HR Tagesgeschehen« verbreitete Nachricht traf am Freitag in vielen großen Redaktionen von Bild bis Focus offenbar auf die richtigen Empfänger. Die brachten den Unfug postwendend als Eilmeldung in Umlauf.

Seit Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) den Asylstreit mit der CDU verschärfte, machen in Berlin mit Blick auf die große Koalition Endzeitszenarien die Runde – und liegen vielerorts die Nerven blank. In einer Art Befreiungsschlag hatte Seehofer am Donnerstag versucht, seine Partei abermals als Garantin für einen Hardlinerkurs in Sachen Flüchtlingsabwehr ins Gespräch zu bringen. Und der Kanzlerin praktisch eine Frist bis Montag gesetzt, um auf die CSU-Linie eines nationalen Alleingangs an den deutschen Außengrenzen einzuschwenken. Seehofer will ohne Rücksicht auf die Praxis ...

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