15.06.2018 / Feuilleton / Seite 10

Man muss sich entscheiden

Morgen gibt es in Greifswald wieder »Ordnung und Widerstand« – ein Spektakel auf allen Bühnen

Anja Röhl

In Greifswald geht es am Sonnabend wieder um »Ordnung und Widerstand«, so heißt das dann stattfindende »Spektakel«, das das Theater Vorpommern an seinem Standort Greifswald präsentiert. Das klingt nach Michel Foucault, ist aber auf die aktuelle politische Rechtsentwicklung in Deutschland und Europa gemünzt.

Als »Spektakel« gilt hier ein Theatermarathon mit Festivalcharakter, der aber im Unterschied zu den Bühnenspektakeln, die Sewan Latchinian in Rostock aufgeführt hat, in Greifswald nicht chronologisch abläuft, von nachmittags bis nachts um drei. Statt dessen laufen die Stücke auf allen Bühnen des Hauses parallel. Man muss sich entscheiden. Ich entschied mich für »Vereinte Nationen« von Clemens J. Setz, in der Regie von Annett Kruschke, und »Die Gerechten« von Albert Camus in der Regie von Reinhard Göber.

»Vereinte Nationen« spielt in einer Neuzeit, die vielleicht schon unsere unmittelbare Zukunft ist: Eine Familie verdient erst wenig und dann viel Geld ...

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