15.06.2018 / Ausland / Seite 7

»Frei von Dogmatismus«

Irak: Al-Sadr und Al-Amiri verkünden erste Verständigung. Regierungsbildung weiter ungewiss

Wiebke Diehl

Am Dienstag haben der Gewinner der irakischen Parlamentswahlen Muktada Al-Sadr mit seiner Liste »Sairun« (Die Marschierenden) und das zweitplazierte Bündnis »Al-Fatah« (Eroberung) von Hadi Al-Amiri verkündet, gemeinsam eine Regierung bilden zu wollen. Al-Sadr betonte, Ziel sei eine »nationale Regierung frei von jedem Dogmatismus«. Al-Amiri rief »all jene, denen es um nationale Interessen geht«, auf, sich anzuschließen. Das Bündnis stehe jedem offen, in Ausschüssen solle über Möglichkeiten zur Erarbeitung eines Regierungsprogramms gesprochen werden.

Beobachter hatten zunächst kategorisch ausgeschlossen, dass Al-Sadr, der selbst nicht zur Wahl angetreten war und darum nicht Regierungschef werden kann, mit »Al-Fatah« zusammenarbeiten würde. Das Bündnis Al-Amiris besteht in erster Linie aus den »Haschd Al-Schaabi« (Volksverteidigungseinheiten), die mit iranischer Unterstützung maßgeblich zum Sieg über die Dschihadistenmiliz »Islamischer Staat« (IS) beigetrage...

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