15.06.2018 / Inland / Seite 5

Profit statt Klimaschutz

Meeresumweltsymposium in Hamburg: Politik und Reeder loben sich selbst

Burkhard Ilschner

Die Entwicklung des Meeresumweltschutzes sei eine Erfolgsgeschichte, bilanzierte die Präsidentin des Bundesamtes für Seeschiffahrt und Hydrographie (BSH), Monika Breuch-Moritz, als sie am Dienstag das 28. Meeresumweltsymposium in Hamburg eröffnete – eine etwas voreilige Bilanz. Insbesondere lobte sie die Schiffahrtsbranche sowie die zur UNO gehörende Internationale Seeschiffahrts­organisation (IMO) und mahnte an, es müsse auch mal anerkannt werden, dass die Wirtschaft sich um Umweltschutz bemühe. Hierbei verwies sie vor allem auf die im Frühjahr verabschiedete Klimaschutzstrategie der IMO sowie ihre 2017 in Kraft getretene Ballastwasserkonvention.

Leider vergaß die BSH-Chefin, die Schwachstellen beider Selbstverpflichtungen zu erwähnen: Im Rahmen des Klimaschutzes soll die globale Schiffahrt ihre Treibhausgasemissionen halbieren – allerdings erst bis 2050 und dann bezogen auf das seinerzeit sehr hohe Niveau von 2008. Zudem ist dies, anders als von Breuch-...

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