15.06.2018 / Titel / Seite 1

SPD im Abseits

Anpfiff zur Fußball-WM: Sozialdemokraten wollen 25 Millionen Euro mehr vom Staat. Bundestag soll Änderung des Parteiengesetzes abnicken

Simon Zeise

Alle vier Jahre findet die Fußball-WM statt. Pünktlich zum Anpfiff jagt die Bundesregierung eine Schweinerei durchs Parlament. Die Lohnabhängigen sind in der Zeit Balla-Balla und wehren sich nicht – so das Kalkül.

Zum Beginn der Weltmeisterschaft in Russland haben sich SPD und Union etwas feines ausgedacht: Sie wollen die Demokratie retten – und das kostet. Wahlkampfshows sind für die Regierungsparteien so kostspielig geworden, dass der Sozialdemokratie jährlich 1,6 Millionen Euro fehlen, wie SPD-Schatzmeister Dietmar Nietan am Donnerstag im Deutschlandfunk bekanntgab. Die Digitalisierung des Wahlkampfs schlage tief ins Kontor. Politische Arbeit sei viel aufwendiger geworden, »wenn auch die kommunikativen Kanäle der digitalen Welt ordentlich genutzt werden sollen«. Natürlich, die Lohnabhängigen sollen unterhalten werden. Während des Wahlkampfes mit persönlichen Geschichtchen via Twitter und Urlaubsfotos von Abgeordneten. Für Gesetze, die Sozialabbau vo...

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