14.06.2018 / Inland / Seite 4

Die Verteidigerthese vom Duo

NSU-Prozess: Zschäpe-Anwältin sieht Mindestmitgliederzahl für terroristische Vereinigung nicht erfüllt. Bisher kein Wort zu Ausspähaktion

Claudia Wangerin

Fünf Prozesstage lang haben Zschäpes »Altverteidiger« Wolfgang Heer, Wolfgang Stahl und Anja Sturm im Münchner NSU-Verfahren bereits plädiert – und zur vielleicht entscheidenden Beobachtung eines Wachpolizisten an der Berliner Synagoge in der Rykestraße noch kein Wort gesagt. So bleibt es spannend, ob und wie sie Zschäpes Beteiligung an der Ausspähaktion im Jahr 2000 bestreiten wollen.

Der »Nationalsozialistische Untergrund« war laut Rechtsanwältin Sturm jedenfalls keine terroristische Vereinigung gemäß Paragraph 129a im Strafgesetzbuch – der NSU habe nämlich nur aus zwei Personen bestanden, so Sturm am Mittwoch in ihrem Schlusswort vor dem Oberlandesgericht München. Nur die 2011 zu Tode gekommenen Neonazis Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt hätten sich als NSU zusammengeschlossen, um Morde und Anschläge zu begehen. »Beate Zschäpe hat den NSU weder mitbegründet, noch hat sie sich an ihm beteiligt«, erklärte Sturm laut einem Bericht der Deutschen Presseagentur....

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