13.06.2018 / Antifa / Seite 15

Rundum sorglos im Knast

NSU-Ausschuss Brandenburg: Die fabelhaften Haftbedingungen des V-Mannes »Piato«

Claudia Wangerin

Das Neonazimagazin »Der Weisse Wolf« wurde 1996 vollständig in der Justizvollzugsanstalt Brandenburg erstellt und gedruckt – auch die Rechtsaußenpostille »Skins United« wurde zeitweise dort produziert. Der V-Mann »Piato« des Brandenburger Verfassungsschutzes spielte dabei eine zentrale Rolle. Als »Kopiergeld« dienten dem damals inhaftierten Gewalttäter Zigaretten, die er von seinem V-Mann-Führer erhielt. All das erzählte Carsten Szczepanski alias »Piato« am Montag vor dem NSU-Untersuchungsausschuss des Brandenburger Landtags.

Dabei ging es ihm angeblich um Wiedergutmachung, als er sich vor mehr als 20 Jahren nach dem Mordversuch an einem Nigerianer aus der Haft heraus dem Verfassungsschutz als V-Mann anbot. Er habe damit einen Schlussstrich unter seine neonazistische Vergangenheit ziehen wollen – diese Version hatte er bereits 2014 im Münchner NSU-Prozess erzählt. Dabei blieb er auch, als er am Montag unter strengen Sicherheitsvorkehrungen vom Untersuchun...

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