13.06.2018 / Ausland / Seite 7

Unterwerfung oder nicht

Philippinen: Bekannter Stammeskrieger und Widerstandskämpfer streckt die Waffen. Indigene sagen, Kampf ist nicht vorbei

Thomas Berger

Es wäre das Ende eines Kampfes, der ein Vierteljahrhundert dauerte. Die Öffentlichkeit der Philippinen streitet gegenwärtig über die angebliche Unterwerfungszeremonie von Datu Guibang Apoga. Militär und das Regime feiern. Sie sagen, dass mit der Rückkehr des bekannten Stammeskriegers aus dem Dschungel und der Waffenabgabe der Aufstand seines Volkes beendet sei. Die Mitstreiter Apogas treten dieser Darstellung vehement entgegen.

Fakt ist: 25 Jahre ist es her, seit der Anführer der Stammesgruppe der Langilan-Manobo im Süden der zweitgrößten Hauptinsel Mindanao zusammen mit etlichen Getreuen zu den Waffen griff, um den Ausverkauf des Lands ihrer Vorfahren zu verhindern. Es ging in erster Linie gegen die Holzfirma Alcantara & Sons (Alsons). Zudem sollte in diesem, vor allem von indigenen Gruppen besiedelten Teil des Archipels das Vordringen von Bergbaugesellschaften bekämpft werden. Erst legten sich die lediglich mit Pfeil und Bogen sowie einigen alten Ge...

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