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12.06.2018 / Betrieb & Gewerkschaft / Seite 15

Kampf um die Arbeitszeit

20 Jahre 35-Stunden-Woche in Frankreich: Was hat das Gesetz Aubry den Lohnabhängigen gebracht und was ist davon übrig?

Georges Hallermayer

Die Frage der Arbeitszeit spielt seit den Anfängen der Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung eine zentrale Rolle in den Klassenkonflikten. In Frankreich gelang es jedoch erst 1938, mit der Massenmobilisierung der kommunistisch-sozialistischen Volksfront, die 40-Stunden- und die 6-Tage-Woche einzuführen. Nach der zwischenzeitlichen Aufhebung im Zweiten Weltkrieg wurde die 40-Stunden-Regelung nach dem Krieg durch den kommunistischen Arbeitsminister Ambroise Croizat wieder eingeführt. Nach der Öl- und Wirtschaftskrise in den 1980er Jahren stand die Verkürzung der Arbeitszeit erneut im Mittelpunkt der sozialen Kämpfe. Dies nicht zuletzt vor dem Hintergrund des starken Anstiegs der Erwerbslosigkeit, die damals aufgrund der technologischen Entwicklung und der Globalisierung, an Ausmaß und Dauer zunahm.

Im Jahr 1997 gewann die »Gauche plurielle«, bestehend aus der Kommunistischen Partei (PCF), den Sozialisten (PS), den Grünen, der Partei der Linksradikalen (PRS/PR...

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