12.06.2018 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Geheimsache Bankenrettung

Hamburger Landesparlament soll am Mittwoch Verkauf der HSH Nordbank zustimmen. Einsicht in Dokumente erhalten Abgeordnete aber nicht

Simon Zeise

Nach ihm die Sintflut. Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hat Hamburg ein Ei ins Nest gelegt. Als Erster Bürgermeister der Hansestadt setzte er sich vehement für die Privatisierung des landeseigenen Geldhauses HSH Nordbank ein. »Wir wollen die unrühmliche und das Vermögen der Länder hoch belastende Geschichte der HSH als öffentlicher Landesbank damit endgültig abschließen«, sagte Scholz am 28. Februar und floh von der Elbe an die Spree.

Der Senat veräußerte das Institut für eine Milliarde Euro an die US-Fonds Cerberus und J. C. Flowers. Kiel hat seine Anteile bereits abgestoßen. Eine Rechnung von bis zu 7,5 Milliarden Euro dürfte Schleswig-Holstein noch präsentiert werden. Davon geht Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) aus.

Am Mittwoch soll die Hamburger Bürgerschaft die Privatisierung endgültig durchwinken. Doch die Abgeordneten werden über die finanzielle Situation im dunkeln gelassen. Im April hatte das Landesparlament einstimmig beschlossen, de...

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