Der Schwarze Kanal
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11.06.2018 / Feuilleton / Seite 10

Kann man es ertragen?

Überraschung in Budapest: Vielleicht soll das Georg-Lukács-Archiv doch weiterbetrieben werden

Matthias István Köhler

In Budapest geht der Streit um den Nachlass des marxistischen Philosophen Georg Lukács (1885–1971) in eine weitere Runde. Zuletzt waren seine Manuskripte aus dem sogenannten Lukács-Archiv in die Bibliothek der Ungarischen Akademie der Wissenschaften (MTA) abtransportiert worden. Ende Mai wurde der letzten verbliebenen Mitarbeiterin verboten, die Räumlichkeiten des Archivs zu betreten. Die ehemalige Wohnung des Philosophen, die seit seinem Tod unter anderem zur Aufarbeitung seiner Manuskripte gedient hatte, wurde abgeriegelt.

Am Freitag veröffentlichte die Internationale Lukács-Archiv-Stiftung (LA NA) eine Mitteilung, in der sie dagegen protestierte, dass die Einrichtung immer noch geschlossen ist. Die Stellungnahme folgte auf ein Treffen mit László Lovász, dem Präsidenten der MTA. Er hatte im Gespräch abgestritten, dass das Archiv endgültig geschlossen worden sei, und überraschend erklärt, dass es nach einer Renovierungsphase als Forschungsstätte wiederer...

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