11.06.2018 / Ausland / Seite 7

Aus der Hölle befreit

Syrien: Ehemalige Geiseln von Islamisten berichten über ihre Entführung und Gefangenschaft

Karin Leukefeld, Damaskus

Das Heimatdorf von Zuhair Ali und seiner Familie liegt im Küstengebirge von Tartus. In steilen Kurven windet sich die Straße bis auf 800 Meter hinauf. Die Fahrt geht durch Scheikh Badr, den Geburtsort von Scheich Saleh Al-Ali, der 1919 den ersten Aufstand gegen die französische Mandatsmacht anführte. Früher wohnte Ali mit seiner Familie in Adra, einem Vorort im Osten von Damaskus. Er war Direktor der staatlichen Gesellschaft für Spinnerei und Weben in Syrien. Sein Frau Nodschud Harfouch unterrichtete Englisch am örtlichen Gymnasium.

Es war am 11. Dezember 2012, als die Familie morgens in ihrer Wohnung überfallen wurde. Maskierte und schwerbewaffnete Unbekannte schlugen Ali und stießen ihn auf die Straße, wo ihm und anderen Männern die Augen verbunden wurden. In einem Bus wurden die Gefangenen in das benachbarte Duma verschleppt. An dem Morgen habe es ein großes Massaker in Adra gegeben, sagt Ali. Er habe Dutzende Leichen auf der Straße gesehen.

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