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11.06.2018 / Ausland / Seite 6

Die King-Donald-Show

Kolumne von Mumia Abu-Jamal

Mumia Abu-Jamal

In einem offiziellen Schreiben an die Dienststelle des früheren FBI-Chefs Robert Mueller, der im Mai 2017 vom US-Justizministerium zum Sonderermittler wegen angeblicher Einmischungen russischer Stellen in den US-Präsidentschaftswahlkampf und Donald Trumps Verwicklungen darin berufen wurde, vertraten die Rechtsbeistände des US-Präsidenten unlängst den Standpunkt, ihr Mandant habe das seinem Amt eigene Recht, sich im Falle des Falles selbst begnadigen zu können. Diese äußerst erstaunliche Argumentation war seit dem Wahltag zu erwarten.

Trump und seine Anwälte haben damit im wesentlichen den Standpunkt eingenommen, den der frühere US-Präsident Richard Nixon (1913–1994) offensiv vertreten hatte. In einem Interview zur Watergate-Affä­re, mit dem der britische Fernsehjournalist David Frost (1939–2013) Geschichte schrieb, hatte Nixon drei Jahre nach seinem 1974 wegen der Affä­re erfolgten Rücktritt die sonderbare These vertreten, wenn ein US-Präsident sich selbs...

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