09.06.2018 / Wochenendbeilage / Seite 1 (Beilage)

»China kann Krisen in eigener Regie ausbremsen«

Gespräch mit Wolfram Elsner. Marx in Beijing: Die kommunistische Führung fördert nicht nur den ideologischen Klassenkampf

Simon Zeise

Sie waren bis zu Ihrer Emeritierung Professor für Ökonomie an der Universität Bremen. Nun lehren Sie in China. Wohin hat es Sie dort verschlagen?

Ich habe bislang dreimal in China unterrichtet und werde im Juli den nächsten Anlauf nehmen. Insgesamt existieren 2.000 Unis in der Volksrepublik. Ich wurde an die Jilin-Universität eingeladen. Die liegt in Changchun, ein für chinesische Verhältnisse kleines Städtchen mit etwas mehr als sieben Millionen Einwohnern nordöstlich von Beijing. Es ist die Stadt, in der die deutsche Automobilindustrie in den 80ern Fuß gefasst hatte. Es gibt dort riesige Produktionsstätten von VW in Kooperation mit dem chinesischen Hersteller FAW.

Ich hatte an der Universität Bremen, an der ich jahrzehntelang gelehrt habe, zwei chinesische wissenschaftliche Mitarbeiter. Einer von ihnen ist Professor in Deutschland geworden, der andere lehrt an der Universität in Beijing und an der chinesischen Akademie der Wissenschaften. Die haben ausg...

Artikel-Länge: 16017 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe