11.06.2018 / Inland / Seite 8

»Sie werden kaserniert, isoliert und ausgegrenzt«

Flüchtlinge werden zusätzlichen Strapazen ausgesetzt. Verein kürt den »Abschiebeminister 2018«. Ein Gespräch mit Rola Saleh

Gitta Düperthal

Die Organisation »Jugendliche ohne Grenzen«, JoG, hat Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht zum »Abschiebeminister 2018« gewählt. Am Freitag wurde der Negativpreis für besonders inhumane Flüchtlingspolitik bei der Innenministerkonferenz in Quedlinburg an diesen übergeben. Womit hat Stahlknecht das verdient?

Stahlknecht wurde wegen besonderer Härte seiner Abschiebepolitik gegenüber Jugendlichen und Kindern für den Preis ausgesucht. In Sachsen-Anhalt fanden Abschiebungen aus der Jugendfreizeit und aus dem Kindergarten statt. Deshalb haben ihn rund 100 junge Geflüchtete und Unterstützer unter fünf für den Negativpreis nominierten Innenministern am Donnerstag bei unserer Gala zum Abschiebeminister 2018 gekürt. Zudem befürwortet er, dass Flüchtlinge bis zu zwei Jahre in der Erstaufnahme verbleiben müssen. Dies macht aber bekanntermaßen insbesondere Kinder und Jugendliche seelisch und körperlich krank. Dabei haben die meisten in ihren Herkunftsländer...

Artikel-Länge: 4328 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe