08.06.2018 / Ausland / Seite 6

Diffamierung statt Debatte

In Österreich wollen Studierendenorganisationen den Auftritt eines Black-Panther-Aktivisten verhindern

Simon Loidl, Wien

Das Institut für Afrikawissenschaften an der Universität Wien veranstaltet dieser Tage eine bemerkenswerte Vortragsreihe zum Themenkomplex Kolonialismus, Rassismus und Black Power. Ende Mai sprach Greg Thomas von der Tufts University aus Boston über das Werk des antikolonialen Theoretikers Frantz Fanon und dessen Rezeption. Für Ende Juni ist ein prominenter Gast geladen: Dhoruba al-Mujahid bin Wahad aus den USA, ehemaliger Black-Panther-Aktivist und Mitbegründer der Black Liberation Army, wird über seinen politischen Werdegang und seine Erfahrungen als militanter Kämpfer und langjähriger Gefangener erzählen.

Von großem Interesse für progressive Studierende, möchte man meinen. Nicht so für die vorgeblich linke Studierendenvertretung an der Universität Wien. Diese fordern vom Institut, die Veranstaltung mit Wahad abzusagen. Als Grund nennt die »Österreichische HochschülerInnenschaft« (ÖH), Uni Wien, dass eine Gruppe namens »Dar Al-Janub – Verein für antira...

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